Den Job als Business Consultant stellen sich die meisten vor allem so vor: viel Arbeit, viel Reisen, viel Geld. Nicht selten arbeitet man in unter der Woche bis Mitternacht, am Wochenende erledigen sie das Wichtigste zu Hause und sonntagabends heißt es bereits wieder Koffer packen für die nächste Arbeitswoche. Zeit für Familie oder Privatleben bleibt bei einem derart hohen Arbeitspensum wohl kaum. Aber auch die Consultingbranche bietet einige Möglichkeiten eine für sich geeignete Job-Life-Balance zu finden.

Die 80-Stunden-Woche: leeres Klischee oder harter Fakt?

Mal sind es 50, mal 60, mal sogar 80 Stunden, von welchen die Rede ist. In Einem scheinen sich die Meinungen aber einig zu sein: Als Unternehmensberater verbringt man den größten Teil seiner Zeit mit Arbeit. Wer eine Karriere im Business Consultant Job anstrebt, muss vor allem Durchhalten. Doch was ist dran an diesem Klischee?

In der Tat ist der Job als Business Consultant mit einen hohen Arbeitspensum verbunden. Das liegt vor allem daran, dass man in der Regel persönlich bei seinen Kunden vor Ort arbeitet. Je nach Unternehmensstandort des Kunden verbringen Berater viel Zeit damit zum jeweiligen Standort zu gelangen. Aus Effizienzgründen wohnen viele Berater daher unter der Woche in einem Hotel am Projektstandort. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie unter der Woche gar nicht zuhause sind. Daher rührt wohl auch das Klischee einer 80-Stunden-Woche. Allerdings berichten viele Berater im Senior Consultant Job, dass sie in stressigen Projektphasen selten vor Mitternacht ins Bett gehen. Bis 20 Uhr sind sie beim Kunden, danach werden Präsentationen für den nächsten Tag vorbereitet. Da können durchaus einige Stunden zusammenkommen.

im Business Consultant Job

Die Vorstellungen der Generation Y darüber, was sie glücklich macht, entfernen sich immer weiter von einem rein monetären Gedanken. Das ist nicht mehr das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Jobs. Mindestens genauso viel Wert legen Beschäftigte auf die richtige Balance zwischen Job und Freizeit und die Sinnhaftigkeit der Arbeit selbst. Auch in High-Performance-Branchen wie im Consulting sind diese Vorstellungen präsent. Sowohl bei Bewerbern aus der Generation Y als auch bei gestandenen Beratern, die eine Karriere als Business Consultant mit Berufserfahrung anstreben.

Um dem Wunsch nach einer besseren Job-Life-Balance nachzukommen, hat sich in vielen Beratungshäusern mittlerweile das 4+1-Modell etabliert: Von Montag bis Donnerstag arbeiten die Consultants beim Kunden vor Ort und freitags können sie dann im Büro am Heimatstandort oder im Home-Office etwas entspannter restliche Arbeiten erledigen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile in einigen Beratungsunternehmen sogar die Möglichkeit als Business Consultant in Teilzeit zu arbeiten. Was bis dato unvorstellbar war, wird langsam zur Norm. Home-Office, Jahresarbeitszeitkonto, zusätzliche unentgeltliche Urlaubstage oder auch Sabbaticals – das Angebot an flexiblen Arbeitsmodellen wächst. Dass diese noch nicht überall angeboten werden oder vielleicht noch nicht ganz ausgereift sind, sollte klar sein. Genauso wie die Tatsache, dass der Job als Business Consultant auch zukünftig zu den arbeitsintensiveren gehören wird. Gerade in Dienstleistungsbranchen wie der Unternehmensberatung stoßen die neuen Arbeitsmodelle zumindest teilweise an Grenzen. Denn: Der Kunde ist immer noch König. 

Weibliche Business Consultants: Warum und Familie sich nicht ausschließen müssen

Besonders relevant ist die Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen im Business Consultant Job. Der Anteil an Frauen ist in den meisten Beratungshäusern oft immer noch geringer als der Anteil der Männer. Das liegt nicht zwingend daran, dass die Branche weniger gern Frauen einstellt, sondern natürlich auch an den Konditionen, die ein Job als Business Consultant mit sich bringt. 60 Stunden arbeiten, davon vier Tage in der Woche unterwegs sein – Partner und Kinder passen da eher nicht ins Konzept. Doch mit flexiblen Arbeitsmodellen versucht auch die Consultingbranche ein für Frauen attraktiver Arbeitgeber zu sein. Karriere und Familie müssen sich folglich nicht ausschließen. Jobsharing, eingeschränkte Reisetätigkeit und Unterstützung bei der Suche nach Kinderbetreuung sind nur einige der Angebote, die Frauen in der Consultingbranche nutzen können. Das gilt selbstverständlich auch für Männer. Denn auch diese wünschen sich immer häufiger eine bessere Balance zwischen Job, Freizeit, Freunde und Familie.